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Ein leidenschaftlicher Betrachter seiner Stadt

(Carmen Jaud, Malerin und Autorin, Vernissagerede anläßlich der Ausstellung „Stadterkundung“, Neusäß am 19. März 2015)

Seine Fotografien sind mehr als nur eine Wiedergabe des aufgenommenen Moments, sie sind ein Fenster. Durch dieses Fenster blicken wir allein oder gemeinsam auf unsere Wirklichkeit. Deren Situationen gleichzeitig ausschnitthaft und exemplarisch zu zeigen, bestimmt die Wahl seiner Motive.

Bilderzyklen ermöglichen, Erinnerung intim und anonym zugleich erscheinen zu lassen. Es geht darum, eine ästhetisch-emotionale Qualität zu erreichen, die für andere wahrnehmbar und spürbar ist und gleichzeitig das eigene Projekt unverwechselbar macht. Das also zu dokumentieren, was einem selbst wichtig war und ist.

Er, der sich selbst als Augsburger Fotografen bezeichnet, zeigt uns die Stadt als Palimpsest. Sie wird von ihren Bewohnern im Lauf der Zeiten immer wieder neu überschrieben und mit frischen Schichten versehen. Doch finden sich auch überall Stellen, an denen die darunterliegende Ablagerung sichtbar wird, an denen die oberste Haut abblättert. Dazu begibt sich Jochen Eger auf Wege abseits des täglichen Mainstreams. Auf seinen Bildern lässt er uns die Stadt lesen.

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