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Als Fotograf ist Jochen Eger ein analytischer Flaneur

(Michael Schreiner, Augsburger Allgemeine - Leiter Kultur, anläßlich der Ausstellung „Stadt im Blick“, Augsburg am 01. Oktober 2015)

Jochen Eger bereichert unser Bild von Augsburg mit Fotografien, die wenig Glanz zeigen, aber viel Wirklichkeit. Da ordnet einer das urbane Gerümpel: Zäune, Autos, Schilder, Schranken. Damit leben wir, das übersehen wir, das blenden wir gerne aus …

Aber das ist die Substanz der Stadt. Sie ist zugewuchert und verdichtet im alten Bestand – noch luftig und unbestimmbar in Neubaugebieten. Die Gefüge, die bebauten Szenen und Lebensräume auf Egers Fotografien sind menschengemacht, aber menschenleer …

Der Fotograf archiviert Bilder, die er in den unerschöpflichen Zwischenräumen dieser Stadt findet. ... Nicht nur die prächtigen Folianten sind bewahrenswert, sondern ebenso vergilbte Papiere, beschriebene Rückseiten, Fragmente … Gerade darum muss man sich kümmern. Übertragen auf die sichtbare Stadt bedeutet das: Dom rechts liegen lassen, Tiefgarageneinfahrt beachten …

Sehen und Fotografieren bedeutet für Jochen Eger: Erkenntnisse gewinnen. Aus seinen Bildern setzt er das Stadtbild neu zusammen. Er strukturiert. ... Die Bilder sind das Ergebnis disziplinierter Arbeit und harter Auswahl. Einerseits. Aber sie erzählen auch von der Lust am Sehen und Hinsehen, davon, wie der Blick eines Einzelnen auf die Welt, auf die Stadt, auf Augsburg, Anregung für viele sein kann.

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