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Zeichen des Alltags, Jochen Eger und seine urbane Fotografie

(Gerhard Guffler, Diplom-Designer, Vernissagerede zur Ausstellung „Zeichen des Alltags“, Neusäß - Rathaus am 8. März 2017)

 ... ... dieses Bild erzählt eine Vielzahl an Geschichten. Geschichten, die mir einfallen, wenn ich meinen Gedanken freien Lauf lasse. Wer wohnt hier? Wer macht die Türe auf, wenn ich läute? Eine Seniorin? Ein Raucher? Ein Glotzer? Einer in Jogginghose? Ein Student eher nicht, wenn ich die Vorhänge betrachte? Und wer hat diese Pflanzbehälter so achtlos liegen lassen?

Fotografien wie diese sind eine wunderbare Spielwiese für Gedanken, die sich mit dem Menschen und der Behandlung seiner Umwelt auseinandersetzen. Mit den dokumentarisch kombinierten Bildern, die auch immer einen Bezug zum benachbarten Motiv in dieser Ausstellung haben, lädt uns Jochen Eger sehr zum Nachdenken ein.

Und sind seine Bilder nicht auch eine Kritik an unserer Gesellschaft, die ihr urbanes Umfeld missgestaltet oder zumindest ignoriert? Wirklichkeit wird in diesen Fotografien schonungslos sichtbar. Nichts wird wegretuschiert. In seiner reduzierten Formensprache bietet uns Jochen Eger dabei jede Menge Raum für die eigene Kreativität an. Und das ist doch auch ein entscheidendes Wesensmerkmal von Kunst.

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